"30 KM PRO SEKUNDE"

Solorett über Kartoffeln und Kernkraft

Spiel, Texte: Christiane Hess
Künstlerische Mitarbeit: Katrin Decker, Bernd Schramm
Premiere: November 2008, 85 Minuten + Pause

In diesem Solotheaterprogramm nimmt Christiane Hess das menschliche Dasein und unseren Umgang mit der Natur unbestechlich und detailliert unter die Lupe.
Dabei schlüpft die versierte Mimin in verschiedenste (zum Teil unglaubliche!) Rollen und spielt für den Zuschauer aufs Vergnüglichste so ziemlich alles, was ihr unter die Finger kommt: Eine Kartoffel mit Patent-Problem und ein genmanipuliertes Maiskorn kommen ebenso zu Wort wie eine verliebte Tomate, eine Schnecke in großer Eile und ein verwirrter Mond.
Und spätestens, wenn Hess in einem streng nach ­Anleitung von 1961 gebauten Atomschutzraum den Sinn und Zweck von Feng Shui zu ergründen versucht oder Überlegungen anstellt, warum die „garantierte Störungsfreiheit“ von Kernkraftwerken einfach nur etwas mehr Geduld erfordert hätte und wen wir im Falle eines „schwarzen Loches“ anrufen könnten, demaskiert sie schonungslos die Absurditäten unserer modernen Existenz.

Vor dem Hintergrund der Ereignisse in Fukushima e­rhält dieses Programm eine brisante Aktualität.

Das Programm ist technisch unaufwändig und auch an theaterungewöhnlichen Orten (Diele, Gewächshaus, Scheune) gespielt werden. Benötigt wird ein geschlossener oder zumindest geschützter Raum, der eine konzentrierte Atmosphäre erlaubt.

Pressestimmen zu "30 km pro Sekunde" finden Sie hier

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