"... da hattensen!" Wundersames aus Hannover und umzu

Solo für (mehr als) zwei

Spiel, Texte, Figurenbau: Christiane Hess
Künstlerische Mitarbeit: Stefan Maatz
Kostümbild Huckup: Maren Fischer
80 Minuten + Pause

Herrmann Borcherding hat ein im wahrsten Sinne des Wortes schwerwiegendes Problem: einen Huckup!
Alle Versuche, ihn (bzw. in diesem Fall eine Sie) wieder los zu werden, sind fehlgeschlagen. Und so schleppt er seinen ungebetenen Gast seit unzähligen Jahren durch die hannöverschen Lande. Im Wald haben sie übernachtet, auf Dachböden, in einer Drachenhöhle und in alten verhexten Gemäuern. Auf ihren Reisen sammeln sie, was ihnen nur annähernd brauchbar erscheint: Gegenstände, Figuren und ... Sagen!
Die legendären sieben Pattenser Weltwunder, die tragische Geschichte um den Ritter Mis, der auf der Flucht dem Wahnsinn verfällt, die Ereignisse um einen ebenso findigen wie windigen Priester aus Springe, der im Jahre 1506 den Grundstein zur heutigen
Butterfahrt legte und Herrmanns letzte Hoffnung ist, sich seiner ungebetenen Begleitung doch noch wieder zu entledigen.
Aber würde er sie nicht inzwischen auch ein klein wenig vermissen ... !?

Ein Huckup (hochdeutsch ‚Aufhocker‘) ist in der Mythologie ein koboldartiger Geist, der nächtliche Wanderer anspricht, ihnen auf den Rücken springt und dann mit jedem Schritt schwerer wird. Er bleibt so lange, bis der geplagte Tragende durch das heraufbrechende Licht, das Erreichen des nächsten Dorfes, ein Gebet oder Glockengeläut erlöst wird. Aufhocker können in verschiedener Gestalt auftreten, z.B. als zunächst Mitleid erregende alte Frau, unheimlicher Mann, als Tier, Wassermann oder Irrlicht. Seine Ursprünge hat der Glaube an den Aufhocker in der Furcht vor dem Wiedergänger, dem Untoten. In einigen Versionen verkörpert er das schlechte Gewissen (Hildesheim) oder Not und Schulden (Polen). Im Norddeutschen ist die Überlieferung des Hildesheimer Huckups am verbreitetsten. Aber auch in den alten Überlieferungen des Hannöverschen treiben sich jede Menge Huckups herum. Passen Sie also auf dem Heimweg gut auf sich auf ...

Mit freundlicher Unterstützung der Gartenregion Hannover.

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